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    Salami in der Schwangerschaft

    18. September 2017

18. September 2017

Salami in der Schwangerschaft

Salami in der Schwangerschaft

Ist Salami in der Schwangerschaft wirklich schädlich? Die erste Frage die wir uns stellen, wenn wir erfahren haben dass wir schwanger ist- was darf ich essen und was nicht? Was schadet dem ungeborenen Kind und welche Lebensmittel sind besonders wichtig für eine gesunde Entwicklung? Jeder behelligt uns mit Ernährungstipps und es ist manchmal gar nicht so einfach, bei so vielen Ratschlägen den Durchblick zu behalten.

Bei dem  Thema „Salami in der Schwangerschaft“  gehen die Meinungen auseinander. Ist der Verzicht von Salami in der Schwangerschaft tatsächlich  notwendig? Fakt ist, das Rohwürste aller Art, und dazu gehört auch die Salami, in der Schwangerschaft vermieden werden sollten, da sie Keime und Bakterien enthalten können wie Toxoplasmoseerreger und Listerien. Diese können zu erheblichen kindlichen Schädigungen und Entwicklungsstörungen führen.  Allerdings wird bestätigt, dass Salami dann sorglos konsumiert werden kann, wenn sie industriell hergestellt wird und durch eine lange Reifezeit keine Toxoplasmen oder Listerien mehr  beinhalten kann.

Aufgrund der enthaltenen Milchsäurebakterien, die für die Reifung sorgen und der Wurst den Wassergehalt entziehen, haben die Keime und Bakterien keine Nährstoffgrundlage mehr. Zu Hause gilt, sauber lagern und auf eine einwandfreie Hygiene in Kühlschrank und Küche achten,  um die Verbreitung von Bakterien und Keimen zu verhindern.  Trotz allem ist Vorsicht geboten, denn mittlerweile wird in vielen Betrieben durch Zugabe von Zusatzstoffen die Reifung beschleunigt, um die Salami schnell und gewinnbringend auf den Markt zu bringen. Versichern Sie sich genau, wie die Wurst hergestellt wurde.  Wer gar kein Risiko eingehen möchte und kein Problem mit dem Verzicht hat, sollte sie schlichtweg weglassen und sich Alternativen suchen.

Auf welche Wurstwaren sollte ich sicher verzichten?

Wie schon erwähnt, sind Rohwürste aller Art definitiv zu meiden. Dazu gehören z.B.  Mett, Teewurst, Pökelfleischerzeugnisse wie roher Kassler, Räucher-oder Schinkenspeck.  Gänzlich verzichten sollten Sie auf rohes Fleisch wie Tatar oder Carpaccio, und das Steak im Restaurant bestellt man lieber „durch“ um eine Infektion zu vermeiden, obgleich es rosa selbstverständlich besser schmeckt.

Innereien sind  während der Schwangerschaft ebenfalls nicht empfehlenswert, da sie einen hohen Anteil an Vitamin A enthalten, welches in hoher Konzentration das Ungeborene schädigen kann.  Bei Leberwurst, die absolut unbedenklich ist, sollte auf die Menge des Verzehrs geachtet werden-  60 g täglich sind erlaubt.

Salami in der Schwangerschaft & Alternativer „Wurstgenuss“

Wurstliebhaber können aufatmen- nicht alle Wurstsorten sind verboten während der Schwangerschaft. Wurst, die unter Erhitzen hergestellt wurde, wie Fleischwurst, Mortadella, gekochter Schinken und Leberwurst sind unbedenklich. Noch einmal der Hinweis, eine Portion Leberwurst oder Pastete enthält ca. 1,5 mg Vitamin A, maximal 3 mg sollten sie täglich zu sich nehmen (entspricht 60g Leberwurst).

Die Wurstwaren müssen immer gut gekühlt aufbewahrt und bald verzehrt werden. Besser sind abgepackte Wurstwaren, da die Keimbelastung in einer Frischetheke weitaus höher ist als in Industriebetrieben.  Aufgrund vieler Inhaltsstoffe, wie Konservierungsstoffe und Stabilisatoren in vielen Wurstsorten, ist ein mäßiger Verzehr so oder so ratsam. Die Menge macht das Gift.  Einige Biohersteller verzichten mittlerweile ganz auf Zusatzstoffe und Stabilisatoren.

Welche Lebensmittel sind generell zu vermeiden während einer Schwangerschaft?

Salami in der Schwangerschaft

Neben einigen Wurstwaren gibt es weitere Lebensmittel,  die man besser weglassen sollte. Roher Fisch und Meerestiere sind wegen der Möglichkeit einer Infektion mit Salmonellen oder Listerien verboten. Salmonellen haben zwar keine direkten Folgen für das Kind, sind jedoch für die Mutter sehr unangenehm und kräftezehrend. Verzichten sie besser auf Sushi  (Sushi z.B. mit Gemüse oder mit Ente sind natürlich erlaubt)und geräucherten Lachs. Durchgegart stellt Fisch keine Gefahr dar, im Gegenteil, er enthält wichtige Nährstoffe und Eiweiße, die für eine gesunde Entwicklung förderlich sind. Eine gute Alternative für Fischliebhaber sind eingelegte, durchgegarte Fischprodukte in Konserven- bei Hering mit Tomatensauce, Rollmops, Heringsstip und Co. darf zugegriffen werden. Bei einigen Fischsorten und Meerestieren ist es ratsam, auf die Schwermetallbelastung  zu achten. Hierzu gehören Thunfisch, Schwertfisch, Hummer und Miesmuscheln.




Rohmilchprodukte sollten wegen des Risikos der Listeriose  (Infektionskrankheit) nun gemieden werden. Woraus genau ein Käse hergestellt wurde, muss innerhalb der EU auf dem Etikett deklariert sein und ist beim Einkauf somit gut zu erkennen. Alle Produkte aus pasteurisierter Milch sind absolut in Ordnung (Gouda, Edamer, Yoghurt usw.) – auch Hartkäse ist unproblematisch, da er durch seinen langen Reifevorgang abgetrocknet ist.  Vorsicht gilt ebenfalls bei rohen Eiern und Produkten aus Rohei, gerne auch in Desserts verwendet. Hierbei besteht die Gefahr einer Salmonellenvergiftung. Gleiches gilt für Mayonnaise, Eiscreme oder Salatdressings, fragen sie einfach nach der Zubereitungsart, um sicher zu gehen. Dass Alkohol in der Schwangerschaft verboten ist  und gravierende Folgen für ein Ungeborenes haben kann, ist ja weithin bekannt. Achten Sie auf die Zubereitung mit Alkohol bei Nachspeisen und Pralinen, auch wenn der Alkoholgehalt sehr gering ist. Wird er in der Sauce komplett verkocht, besteht keine Gefahr mehr.

Unser Tipp: Machen Sie sich nicht verrückt, gestalten sie ihren Speiseplan abwechslungsreich und bunt. Essen soll auch weiterhin ein Genuss sein und ist unproblematisch, solange man die grundlegenden Ernährungsregeln in der Schwangerschaft beachtet.

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