18. September 2017

Erkältung in der Schwangerschaft

Erkältung in der Schwangerschaft

Wer eine Erkältung in der Schwangerschaft bekommt, macht sich schnell Gedanken um das Baby: Schaden die Viren dem Kind? Darf ich überhaupt Medikamente nehmen? Eine Erkältung ist zwar unangenehm, aber kein Grund zur Sorge, denn das Baby ist im Bauch gut geschützt!

Dem Baby zuliebe sollten Frauen bei einer Erkältung in der Schwangerschaft, wenn möglich, natürliche Alternativen den Medikamenten vorziehen. Bereits mit einfachen Hausmitteln kann man  Beschwerden wie Schnupfen, Husten, Hals-und Kopfschmerzen effektiv lindern und behandeln. Aber es gibt allerdings ein paar Einschränkungen: nicht alle Heilpflanzen sind in der Schwangerschaft geeignet, denn einige können sich negativ auf die Schwangerschaft auswirken. Dazu später mehr…

Erkältung in der Schwangerschaft – was ist mit Medikamenten

Werdende Mütter sollten generell so wenige Medikamente wie möglich einnehmen, da alle Wirkstoffe durch die Nabelschnur auf das Baby übergehen – das gilt auch für natürlich hergestellte  Arzneimittel. Sollten Sie Ihre Erkältungssymptome dennoch medikamentös behandeln müssen, sollten Sie dies vorher immer mit ihrem Frauenarzt besprechen. Auch für die erlaubten Medikamente gilt, nur die kleinstmögliche Dosis für eine kurze Zeit einzunehmen.

Denken Sie daran, dass nicht jedes rezeptfreie Medikament in der Apotheke für schwangere und stillende Frauen ungefährlich ist. Lassen Sie sich am besten von einer Apothekenfachkraft oder ihrem Arzt  beraten, welche Mittel keine Auswirkungen auf ihr Baby haben.

Tipps bei Erkältung in der Schwangerschaft

Erkältung in der Schwangerschaft

Auch wenn Sie während der Schwangerschaft die Medikamente möglichst weglassen sollten, müssen Sie sich ihrer Erkältung nicht einfach geschlagen geben. Einige gute Hausmittel helfen, die Beschwerden in den Griff zu bekommen. Die verschiedenen Symptome einer Erkältung lassen sich auf unterschiedliche Weise behandeln. Grundlegend sollten sich Schwangere bei einer Erkältung vor Ruhe gönnen und sich einige Tage schonen, um den Infekt nicht zu verschleppen oder gar zu verschlimmern.

Es hilft, was auch den Nicht-Schwangeren immer geraten wird- viel schlafen, vitaminreiche Kost und vor allem viel trinken sind angesagt! Brühe und heiße Zitrone mit Ingwer, aber auch Wasser und Säfte. Milch fördert die Schleimbildung an und sollte daher während der Erkältungszeit gemieden werden. Auch bei Erkältung in der Schwangerschaft gilt: Frische Luft ist gesund! Lüften Sie regelmäßig und versuchen sie die Raumluft feucht zu halten, z.B. mit einer Wasserschale. Auf ausgetrockneten Schleimhäuten können sich die Viren schnell einnisten und vermehren. Sport ist während einer Erkältung tabu, wobei die meisten sich sowieso kaum in der Verfassung fühlen, sich auch noch körperlich viel zu betätigen.

Schnupfen- das kann helfen

Bei verstopfter Nase können Salzwasserlösungen helfen, die die Nasenschleimhäute abschwellen zu lassen. Entweder in Form von Nasensprays oder auch zum täglichen Inhalieren, was auch bei Husten die Luftwege anfeuchtet. Meersalz-Nasensprays gelten bei einer Erkältung in der Schwangerschaft als unbedenklich und beinhalten zusätzlich oft eine pflegende Komponente für die gereizte Schleimhaut. Wenn du deine Erkältung noch effiktiver bekämpfen möchtest, empfehlen wir dir Salzwasser zu inhalieren. Inhalationsgerät befeuchtet auf diese Weise die Schleimhäute der unteren Atemwege und löst zähen Husten (hier bestellen).

Die Einnahme von abschwellenden Nasensprays sollten Sie mit einem Arzt oder Ihrer Hebamme absprechen. Um die Atmung vor allem nachts etwas zu erleichtern, hilft es oft, etwas erhöhter zu schlafen.

Husten- Omas Zwiebelsirup

Das A und O beim Kampf gegen den lästigen Husten ist: viel trinken! Denn nur so kann sich der festsitzende Schleim in den Bronchien lösen und abgehustet werden. Der Schleim bietet Bakterien einen super Nährboden und muss definitiv raus.

Ein guter Ersatz für Hustensaft, der sich auch für Schwangere eignet, ist Zwiebelsirup. Manch einer kennt das Rezept  vielleicht noch von seiner Großmutter. Einfach eine gehackte Zwiebel einkochen und mit etwas Honig (oder Kandiszucker) über Nacht ziehen lassen und am nächsten Tag durch ein Tuch abseihen. Über den Tag verteilt mehrmals einen guten Teelöffel nehmen, das fördert die Schleimlösung.

Ein weiterer guter Tipp ist das „Isländisch Moos“ oder Tee aus Spitzwegerich. Salbeitee mildert das lästige Kratzen im Hals. Achten Sie aber darauf, nicht zu viel Salbeitee herunterzuschlucken, denn dieser darf in der Schwangerschaft nur in Maßen getrunken werden!

Was tun bei Halsschmerzen?

Kartoffelwickel sind ein altes Hausmittel gegen Halsschmerzen, den auch Schwangere bedenkenlos anwenden können: Einfach die noch warmen, gekochten Pellkartoffeln zerdrücken und in ein Tuch gewickelt um den Hals legen. Die Dämpfe und die feuchte Wärme lindern den Schmerz. Auch Quarkwickel sind ein beliebter Trick gegen Halsschmerzen. Trinken Sie außerdem heißes Wasser mit Honig und Zitrone, das lindert die Beschwerden im Hals  oder einfach ein paar Blätter Salbei mit kochendem Wasser überbrühen und 15 Minuten ziehen lassen. Mehrmals am Tag mit der Salbei-Lösung gurgeln, das wirkt antibakteriell.

Kopfschmerzen- wenn der Schädel brummt

Aspirin und Co. sind für werdende Mütter nicht unbedingt geeignet. Oft hilft gegen den Schmerz ein feuchter, kalter Lappen auf der Stirn oder ein Stirnwickel mit Zitronensaft. Bei allzu starken Schmerzen darf in Maßen auch Paracetamol eingenommen werden. Das Schmerzmittel sollte allerdings IMMER nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden, um sicher zu gehen das es für das Baby keine Nebenwirkungen hat. Ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft wirkt manchmal ebenso Wunder gegen einen dicken Kopf und tut allen Beteiligten gut.

Diese Hausmittel sind ungeeignet

Nicht alle Hausmittel gegen eine Erkältung in der Schwangerschaft sind risikofrei. So sollte ein heißes Erkältungsbad oder einer Schwitzkur auf keinen Fall zu lange dauern, es besteht die Gefahr, dass das Ungeborene überhitzt. Besonders im letzten Trimester könnte eine Überhitzung dazu führen, dass es sich negativ auf den Kreislauf auswirkt und vorzeitige Wehen ausgelöst werden.

Auch auf bestimmte ätherische Öle, die Wehen fördernd sind und dadurch im schlimmsten Fall eine Frühgeburt oder eine Fehlgeburt herbeiführen, sollte verzichtet werden. Vorsicht ist unter anderem bei folgenden Heilpflanzen geboten: Salbei, Süßholzwurzel, Ginseng, Rosmarin, Thymian, Pfefferminze. Zum Würzen stellen die Küchenkräuter kein Problem dar, da es sich nur um kleine Mengen handelt. Manche Mittel stellen nur am Anfang der Schwangerschaft eine Gefahr dar, während andere vor allem im dritten Trimester schädlich sein können. Informieren Sie sich am besten bei Ihrem Frauenarzt, welche Erkältungsbäder, Tees und Lutschbonbons für Sie und ihr Baby unbedenklich sind.

Übrigens: Mamas, die sich kurz vor dem Geburtstermin eine Erkältung eingefangen haben, können damit rechnen, dass sie die Geburt verschieben kann. Der Körper nutzt seine Energie vorrangig erstmal für die Überwindung der Krankheit.

 

18. September 2017

Yoga in der Schwangerschaft – Ganz entspannt fit und vorbereitet

Yoga in der Schwangerschaft

Yoga in der Schwangerschaft ist ideal, um dich fit zu halten und körperlich und mental auf die Geburt vorzubereiten. Du trainierst sanft die gesamte Muskulatur, ohne deine Gelenke zu belasten. Du nutzt aktiv deine Atmung und entspannst dich bewusst. Du konzentrierst dich auf dich und nimmst deinen Körper intensiver wahr. Dadurch stellst du dich leichter auf die Veränderungen ein, die in dir stattfinden, und baust eine stärkere Bindung zu deinem Baby auf. Außerdem bietet dir Yoga in der Schwangerschaft ein Workout mit minimalem Risiko für dich und dein Kind.

Warum gerade Yoga in der Schwangerschaft?

Yogatraining ist zwar sanft, aber trotzdem ganz schön anstrengend. Du verbrauchst Kalorien, regst deinen Stoffwechsel und deine Verdauung an und hältst dein Gewicht im Zaum. Außerdem stärkt Yoga dein Immunsystem und beugt Thrombosen, Krampfadern und Hämorrhoiden vor. Das wichtigste aber: Du fühlst dich mit Yoga in der Schwangerschaft rundum wohl, fit, entspannt und glücklich – und kannst die Vorfreude auf dein Baby so richtig genießen.

Das sanfte Trainieren des gesamten Körpers beim Yoga ist auch in der Schwangerschaft ein ideales Workout. Wie Pilates setzt Yoga an der Halte- und Stützmuskulatur an und entlastet dadurch den Rücken, der mit deinem Babybauch einiges zu (er)tragen hat. Auch deine Gelenke werden geschont. Mit Yoga kannst du in der Schwangerschaft Probleme wie Rückenschmerzen effektiv lindern oder sogar ganz verhindern.

Beim Yoga kräftigst du nicht nur deine gesamte Muskulatur. Du dehnst sie gleichzeitig. Das macht dich fit und vor allem auch beweglich. Und Beweglichkeit ist nicht nur mit zunehmender Rundung sehr hilfreich, sondern auch bei der Geburt.

Yoga ist in der Schwangerschaft auch deshalb das optimale Training, weil es fast komplett ohne  Risiko für dich und dein Baby ist. Du führst  die Übungen immer langsam und kontrolliert aus und gehst ganz sanft in die Dehnungen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Atmung. Die richtige Atemtechnik macht dich stark und gibt dir Energie. Sie hilft dir dich zu konzentrieren, deine Kräfte gezielt einzusetzen, Schmerzen besser auszuhalten und ruhig zu bleiben. Das ist bei der Geburt sehr wichtig, denn unter Stress schüttet dein Körper Adrenalin aus. Das wiederum hemmt die Produktion von Oxytocin, dem Hormon, das die Wehen auslöst. Die Wehentätigkeit ist dann weniger effektiv und die Geburt dauert länger. Yoga in der Schwangerschaft ist deshalb die optimale Geburtsvorbereitung für dich.

Yoga in der Schwangerschaft – was muss ich beachten?

Yoga in der Schwangerschaft

Egal, ob Du schon eine erfahrene Yogi bist oder mit Yoga erst in der Schwangerschaft anfängst – dein Training sollte speziell an deine Umstände angepasst sein. Beim Schwangeren-Yoga sind die Positionen – die „Asanas“, wie sie beim Yoga heißen – speziell für Trainierende mit Babybauch konzipert. Dein Atem muss immer frei fließen können und du darfst nie das Gefühl haben, dass dir etwas nicht gut oder sogar weh tut. Einige Übungen des klassischen Yoga sind tabu. Dazu gehören alle Asanas und Bewegungen, die die Bauchmuskulatur – insbesondere die gerade – stark beanspruchen oder dehnen. Deshalb darfst du z.B. auch keine Rückbeugen ausführen.

Schwitzen ist beim Yoga auch in der Schwangerschaft erlaubt und erwünscht. Vor allem, wenn du vorher regelmäßig Sport getrieben hast, wäre es gar nicht gut für dein körperliches und seelisches Wohlbefinden, mit Babybauch ganz auf Bewegung zu verzichten. Aber Vorsicht: Zu sehr aus der Puste kommen solltest du nicht, denn das tut deinem Baby nicht gut.

Bei vielen Schwangeren überschattet das Unglücklich sein mit dem veränderten Körpergefühl die Vorfreude auf das Baby. Mit regelmäßigem Yoga in der Schwangerschaft fällt es dir nicht nur leichter, deine Gewichtszunahme zu kontrollieren. Als mentales Wohlfühltraining hilft dir Yoga auch, die Veränderungen in deinem Körper anzunehmen und zufrieden mit dir zu sein, trotz zusätzlicher Pfunde. Denn eine Schwangerschaft und eine Geburt zu meistern, ist eine Leistung, auf die du wirklich stolz sein kannst. Und die Pfunde wirst du als trainierte Schwangere nach der Geburt viel schneller wieder los.

Die Vorteile von Yoga in der Schwangerschaft:

  • Sanftes Training der gesamten Muskulatur
  • Maximale Schonung der Gelenke
  • Aktive Nutzung von Atmung und Entspannung
  • Intensive Körperwahrnehmung
  • Ideale Geburtsvorbereitung
  • Minimales Risiko für Mutter und Kind
18. September 2017

Sodbrennen in der Schwangerschaft

Sodbrennen in der Schwangerschaft

Sodbrennen in der Schwangerschaft, ein leidiger aber zumeist typischer Begleiter in den kommenden 9 Monaten. Die hormonelle Umstellung bringt viele  körperliche Veränderungen mit sich. Unter anderem, dass die glatte Muskulatur im Verdauungstrakt durch das Hormon Progesteron schlaffer wird.

Progesteron sorgt dafür, dass sich die Muskulatur entspannt, um sich ausdehnen zu können während das Baby wächst. Eigentlich ja eine schlaue Einrichtung der Natur, es betrifft aber  auch den Schließmuskel, der normalerweise den Übergang vom Magen in die Speiseröhre abdichtet. Durch den beeinträchtigten Verschlussmechanismus kann die Magensäure leichter nach oben steigen. Weitere Gründe hierfür können eine allmähliche Vergrößerung der Gebärmutter sein, die auf den Magen drückt, oder auch falsche Essgewohnheiten. Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten sollten und geben einige Tipps wie man Sodbrennen in der Schwangerschaft entgegen wirken kann.

Symptome- was passiert überhaupt bei Sodbrennen?

Saures Aufstoßen und ein brennender Schmerz in der Speiseröhre sind typische Reflux-Symptome. Sie werden ausgelöst, wenn Magensäure in die Speiseröhre aufsteigt. Sobald die Lebensqualität durch eine andauernde Säurebelastung der Speiseröhre eingeschränkt und zur dauernden Belastung wird, sollte man dringend etwas unternehmen. Die aggressive Magensäure kann auf Dauer das Gewebe angreifen und unangenehme Beschwerden auslösen.

Aber was passiert bei Sodbrennen eigentlich in unserem Verdauungstrakt? Wir benötigen die Magensäure unter anderem für unseren Verdauungsprozess. Im Magen hilft die Magensäure dabei, den Nahrungsbrei so aufzubereiten, dass die enthaltenen Nährstoffe gut aufgenommen und verteilt werden können. Außerdem tötet die 0,5%ige Salzsäure schädliche Bakterien ab, die wir manchmal mit unserer Nahrung aufnehmen. Die  Magenwand ist mit einer Schutzschicht versehen, der Magenschleimhaut, so dass die Säure kein Gewebe zerstören kann. Der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre verhindert, dass Magensäure in die Speiseröhre hinauf gelangen kann. Fließt  aber nun  doch Magensäure aus den unterschiedlichsten Gründen in die Speiseröhre, wird dort die Schleimhaut gereizt.

Generell ist Sodbrennen in der Schwangerschaft vollkommen ungefährlich und mit den richtigen Hausmitteln schnell in den Griff zu bekommen. Die meisten Magensäurehemmer sind in der Schwangerschaft nicht erlaubt und können auch Nebenwirkungen unabhängig von dem Ungeborenen mit sich bringen.

Tipps und Hausmittel- worauf müssen sie achten?

  • Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilen, denn nach einem üppigen Menü ist die Belastung besonders groß.
  • Öfters fettarm essen, denn leicht Verdauliches belastet den Magen nicht so sehr.
  • Auf Süßigkeiten, Kaffee, Tee und Fruchtsäfte möglichst verzichten, denn sie säuern.
  • In etwas aufgerichteter Position schlafen, so kann die Säure nicht so leicht aufsteigen.
  • Vor dem Essen ein bis zwei Schlucke warmes Wasser trinken, das hilft dem Magen bei der anschließenden Verdauungsarbeit.

Dass sollte man essen oder trinken um dem Sodbrennen entgegenzuwirken:

  • Zitronenwasser trinken oder Kamillentee. Etwas Milch soll auch neutralisieren.
  • Ein Teelöffel Senf nach dem Essen. Das ist sehr wirksam, warum, ist jedoch noch unklar.
  • Drei bis vier Haselnüsse, zu einem feinen Brei zerkaut und dann geschluckt, dämpfen das Brennen.
  • Trockene Haferflocken kauen.
  • Eine halbe gekochte Kartoffel, eine rohe Karotte oder einen säurearmen Apfel langsam kauen, das neutralisiert die Säure.
  • Robinia comp. Globuli velati 20g N1 (Wala-Heilmittel): stündlich fünf Kügelchen nehmen, bis es besser wird
  • Heilerde-Kapseln aus dem Reformhaus, oder einen Teelöffel Pulver in einem Glas Wasser trinken, maximal zweimal pro Tag.
  • Natron (Drogerie oder Apotheke) Tabletten in Wasser auflösen und trinken oder Alkala Pulver

Wie kann man Sodbrennen in der Schwangerschaft vorbeugen?

Sodbrennen in der Schwangerschaft

Damit Sie Ihren Magen während der Schwangerschaft so gut wie möglich schonen, sollten Sie beim Essen auf einige Dinge Rücksicht. Bestimmte Lebensmittel und Getränke können Sodbrennen fördern. Folgende Dinge sollten Sie beim Essen beachten- essen Sie lieber mehrere kleine Mahlzeiten als wenige große. Die Speisen sollten außerdem nicht zu fettig oder zu scharf gewürzt sein. Kohlensäurehaltige Getränke können ebenfalls zu Sodbrennen führen, da sie ihrem Körper damit zusätzlich Säure zuführen. Entscheiden Sie sich  lieber für zuckerarme Saftschorlen, stilles Wasser oder Tee. Auch Kaffee kann den Magen belasten und Säure fördern, davon sollten Sie jedoch  in der Schwangerschaft ohnehin nicht zu viel trinken. Zuviel Koffein ist ungesund für das Kind. Essen Sie abends nicht zu spät und  lassen Sie zwischen der letzten Mahlzeit und dem Schlafengehen ausreichend Zeit verstreichen, gerade in der Liegeposition kann die Magensäure sonst all zu leicht hoch steigen.




Einige Lebensmittel lösen eher Sodbrennen aus als andere. Zu den Säureblockern zählen z.B. Süßigkeiten, Erdnüsse, Kaffee, Alkohol (den man nun sowieso nicht trinken darf) und manche Obstsorten.

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18. September 2017

Gesunde Lebensmittel in der Schwangerschaft

Gesunde Lebensmittel in der Schwangerschaft

Warum Gesunde Lebensmittel in der Schwangerschaft so wichtig sind. Eine gesunde Ernährung ist für die gute Entwicklung des Babys besonders wichtig. Es gibt kaum eine Lebensphase, in der sich Frauen mehr für ihre Ernährung interessieren. Mit gesunden Lebensmittel in der Schwangerschaft können Mangelerscheinungen und daraus resultierende Probleme vermieden werden und eine unkontrollierte Gewichtszunahme zudem verhindert werden. Eine ausgewogene Ernährung trägt außerdem nachweislich zum Wohlbefinden von Mutter und Kind bei.

Gemüse und Obst in der Schwangerschaft

Die Auswahl in den Supermärkten an Gemüse und Obst sind riesig- einheimische, aber auch exotische Obst-und Gemüsesorten sind in den Lebensmittelangeboten enthalten.  Aber welche Sorten sind besonders gesund und enthalten wichtige Nährstoffe für Sie und ihr Baby? Generell sind fast alle dieser Lebensmitteln gesund und sollten in der Schwangerschaft ausreichend verzehrt werden. Je nach Jahreszeit kann die Auswahl auch mal etwas schmaler ausfallen, dann sind tiefgefrorene Varianten sowohl bei Gemüse, als auch bei Obst eine gute Option. Da das Obst und Gemüse direkt nach der Ernte schockgefrostet wird, verliert es nur einen sehr geringen Teil seiner Vitamine und Mineralstoffe. Trockenobst ist als Snack eine gute Variante um den Energiehaushalt etwas aufzustocken, aber vorsicht- diese sind sehr kalorienhaltig!!! Viele Gemüsesorten sind reich an Ballaststoffen, die während der Schwangerschaft für eine gute Verdauung sorgen und Verstopfungen vorbeugen.

Lebensmittel in der Schwangerschaft

Nicht jeder ist ein „Gemüsefan“

Nun gibt es doch einige werdende Mütter, die mit Übelkeit zu kämpfen haben und allein beim Anblick einiger Obst-oder Gemüsesorten erschaudern. Manch einer mag auch schlichtweg manches „Grünzeug“ nicht und braucht Alternativen. Was können sie also tun, um trotzdem ausreichend gesunde Lebensmittel in der Schwangerschaft zu sich zu nehmen? Eigentlich ganz einfach: Essen sie mehr die Sorten, die Ihnen zusagen und kombinieren sie sie mit anderen schmackhaften Nahrungsmitteln. Wenn sie z.B.  Kohl nicht vertragen, weichen sie auf Mangold aus oder machen sie sich einen grünen Salat zur Hauptmahlzeit anstatt den verhassten Rosenkohl. Die Auswahl ist riesig und viele Sorten enthalten immer wieder ähnliche  Nährstoffzusammensetzungen. Gleiches gilt für Obst- wem die Grapefruit zu sauer ist, der isst schlichtweg die Orange. Welche Sorten sie am liebsten mögen ist egal, solange es abwechslungsreich und bunt ist. Wenn möglich bauen sie Rohkostkomponenten in ihre Mahlzeiten ein, denn diese enthalten die meisten Vitamine und wirken sich positiv auf die Verdauung aus.

 Empfehlenswerte Obst- und Gemüsesorten

Äpfel: enthalten viel Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe. Einige Mediziner sind überzeugt, dass der regelmäßige Verzehr von Äpfeln helfen kann, z.B. die Veranlagung von Asthma beim Kind vorbeugen. Essen sie den Apfel wenn möglich mit Schale, da 70% der Vitamine unter der Schale sitzen (gut waschen vor dem Verzehr)

Pfirsich: abgesehen davon, dass ein reifer Pfirsich einen tollen Geschmack hat, hebt er die Laune und wirkt förderlich gegen Wassereinlagerungen während der Schwangerschaft

Avocados: reich an Vitamin B, Eisen, Kalium,  Magnesium und ungesättigten Fettsäuren. Sie sind zwar kalorienreich aber arm an Kohlenhydraten

Cranberrys: beinhalten reichlich Vitamin E, B6 und Mineralstoffe. Cranberrys wirken entzündungshemmend und eignen sich besonders zur Vorbeugung von Harnwegsinfekten bei der Mutter

Bananen: der perfekte Snack und liefern schnelle Energie für einen niedrigen Blutzuckerspiegel, zu viele führen allerdings leicht zur Verstopfung

Mangold: Mangold oder auch der artverwandte Spinat sind ebenfalls ein sehr gesundes Lebensmittel in der Schwangerschaft, neben reichlichen Ballaststoffen, enthalten sie viel Folsäure, Magnesium und Eisen

Blumenkohl: er ist im Gegensatz zu vielen anderen Kohlsorten gut verdaulich und enthält nicht nur Vitamin C, sondern auch reichlich Folsäure, B-Vitamine und Beta Carotin-zudem ist er sehr kalorienarm

Feldsalat: enthält ebenfalls ausreichend Folsäure, wichtiges Eisen und eine geringe Menge Vitamin A. Toll zu kombinieren z.B. mit Kürbiskernöl, welches ebenfalls zu den gesunden Lebensmitteln gehört

Spargel: die Spargelsaison sollte man unbedingt ausnutzen, Spargel ist reich an Folsäure und weiteren wichtigen  Mineralien und wirkt, wie die Gurke entwässernd, vorteilhaft für alle Schwangeren mit Wassereinlagerungen

Fisch und Fleisch in der Schwangerschaft

Fisch und Fleisch gehören in der richtigen Menge definitiv zu den gesunden Lebensmitteln in der Schwangerschaft. Diese Nahrungsmittel können einen wichtigen Beitrag zu einer ausgewogenen Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen leisten. Bekannt ist, dass z.B. der Jodbedarf in der Schwangerschaft fast um 30% steigt und für den erhöhten Stoffwechsel der Frau benötigt wird. Besonders Fisch aber auch Fleisch kann helfen, diesen Teil der Versorgungslücke auf natürliche Art zu schließen. Dringend benötigte Omega- 3 -Fettsäuren spielen eine zentrale Rolle bei der Entwicklung des Ungeborenen. Durch einen regelmäßigen Verzehr von Seefisch, können sie gut über die Nahrung aufgenommen werden. Omega-3 liefert wichtige Bausteine für das Gehirn und die Nervenzellen. In fettreichen Seefischen wie Makrele, Hering oder Lachs ist die gesunde Fettsäure besonders stark vertreten und sollte regelmäßig auf dem Teller landen. Hierbei ist eine gute Qualität wichtig; biologische Fischerei ist von Vorteil, da sie häufig deutlich weniger Schadstoffbelastungen aufweisen.

Biofleisch ja oder nein?

Ähnlich verhält es sich mit Fleisch. Es lohnt sich aus ernährungstechnischer Sicht gerade in der Schwangerschaft Biofleisch zu essen. Natürlich muss man tiefer in den Geldbeutel greifen, aber sie tun sich und ihrem Baby etwas Gutes. Es gilt, weniger ist manchmal mehr- 2-3  mal in der Woche Fleisch reicht vollkommen aus.

Das gentechnikfreie Futter muss auf den Höfen selbst ökologisch erzeugt worden sein und einer der wichtigsten Aspekte: Pflanzenschutzmittel und synthetische Düngemittel sind verboten! Die Tiere nehmen über das Futter deutlich geringere Menge Pestizide auf als bei konventioneller Viehhaltung. Somit ist das Endprodukt auch für das Baby weniger schadstoffbelastet. Ein weiteres Argument für die etwas teurere Bio-Variante sind die tatsächlichen Inhaltsstoffe. Nachweisbar höher ist der Gehalt an wertvollen ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Das Fleisch von Tieren, die auf der Weide gehalten wurden, dadurch mehr frisches Gras gefressen haben und mehr Bewegungsfreiheit hatten, enthält etwa doppelt so viele Omega-3-Fettsäuren wie Fleisch von Tieren, die nur im Stall standen. Grundsätzlich deckt Fleisch einen Großteil des Eisenbedarfs ab und sichert die Eiweißversorgung von Mutter und Kind. Außerdem enthält es viel Vitamin B 12, welches an der Blutbildung beteiligt ist, das Herz-Kreislauf-System schützt und  für die Entwicklung eines gesunden Nervensystems unverzichtbar ist.

Fazit

Viele Lebensmittel sind Geschmackssache, nicht jeder mag alles und man muss auch nicht alles essen. Im Hinblick auf eine ausgewogenen Ernährung ist es jedoch ratsam, sich mit dem Thema gesunde Lebensmittel in der Schwangerschaft zumindest auseinander zu setzen. Versuchen sie sich und ihrem Kind zuliebe einen bunten abwechslungsreichen Speiseplan zu erstellen.

18. September 2017

Calcium in der Schwangerschaft

Calcium in der Schwangerschaft  

Wie wichtig ist Calcium in der Schwangerschaft einer der wichtigsten Mineralstoffe im Körper und maßgeblich an den verschiedensten Funktionen in unserem Organismus beteiligt. Es kann nicht selbst im Körper hergestellt werden und muss somit über die Nahrungsaufnahme zugeführt werden.

Fast jeder weiß, Calcium spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau von Knochen und Zähnen und sorgt hier für eine gute Stabilität und Festigkeit. Viele wissen jedoch nicht, dass es ebenfalls bei der Blutgerinnung und der Stabilisiereung unserer Zellen behilflich ist. Es wird für die Weiterleitung von Signalen in unserem Nervensystem eingesetzt und sorgt für die richtige Funktion und Kontraktion der Muskulatur. In der Schwangerschaft erhöht sich der Bedarf von Calcium, da auch das Ungeborene ausreichend von diesem Mineralstoff für seinen Skelettaufbau benötigt.

Wieviel Calcium wird in der Schwangerschaft benötigt?

Calcium in der Schwangerschaft

Ein normaler Erwachsener braucht ca. 800-1000mg täglich, Schwangere sollten mindestens 1000-1200mg über die Nahrung aufnehmen. Wird zu wenig Calcium in der Schwangerschaft zugeführt, wird es aus den Knochen ausgelöst und kann zu einer Entmineralisierung bei der Mutter führen.

Damit überhaupt ausreichend Calcium aufgenommen und in die Knochen einegbaut werden kann, braucht der Köper zusätzlich Vitamin D. Es wird hauptsächlich mit Hilfe von Sonnenlicht in der Haut gebildet. Im Winter kann es schnell passieren, dass wir zu wenig Tageslicht abbekommen- dick eingepackt ist kaum Hautfläche vorhanden und an vielen grauen Tagen ist die Sonnenintensität sowieso eher gering. Darum lassen sie ihren Vitamin D- Spiegel testen und supplementieren sie,wenn nötig, nach Rücksprache mit ihrem Arzt oder Ernährungsberater. Es unterstützt ebenfalls die Sicherstellung von einer ausreichenden Zufuhr von Calcium in der Schwangerschaft. Phosphor spielt ebenfalls eine tragende Rolle, da es mit dem Calcium eine Verbindung eingeht. Idealerweise soll das Verhältnis von Phosphor und Calcium 1:1  in der zugeführten Nahrung sein, da aber viele Lebensmittel mittlerweile weit mehr Phosphor enthalten, ist dieses Gleichgewicht oft gestört. Dazu später mehr…

In welchen Lebensmitteln ist Calcium zu finden?

Calcium ist hauptsächlich in Hülsenfrüchten, in Gemüse wie z.B. Mangold, Brokkoli, Fenchel, Lauch oder Grünkohl und in Samen/Nüssen enthalten, außerdem in Milch und Milchprodukten wie z.B. Yoghurt oder Käse. Nicht jeder verträgt jedoch Milchprodukte. Viele Schwangere leiden an Laktoseintoleranz oder meiden Milchrpodukte aus anderen Gründen. Abgesehen davon, dass Milch ernorm viele Kalorien aufweist, ist neben Calcium auch viel Protein darin enthalten. Achtung! Je mehr Proteine in Verbindung mit Kalzium aufgenommen werden, desto mehr Kalzium wird über den Urin wieder ausgescheiden. Milch, aber auch Fisch und Fleisch, enthalten neben viel Phosphat schwefelhaltige Aminosäuren, die zu vermehrter Calciumausscheidung führen. Omas Tipp, viel Milch macht starke Knochen, stimmt nur noch bedingt. Gemüse enthält viele basische Säuren und wirkt einem Calciumverlust entgegen.

Fiese Calciumdiebe

Einige Inhaltsstoffe der gängigen  Nahrungsmittel beeinflussen die Aufnahme von Calcium in der Schwangerschaft negativ. Dazu gehören Phosphor, Koffein und Oxalsäure 5. Diese können vermehrt in folgenden Lebensmitteln auftreten:




Schweinefleisch, Kalbs-und Rindfleisch, Wurstwaren, Pommes, Fischstäbchen, Fertigerichte aller Art, Schmelzkäse, Kaffee, Cola, Schwarztee, Alkohol (sowieso verboten in der Schwangerschaft), Schokolade und vielen weiteren Süßigkeiten.

Es bedeutet nicht, dass sie diese Sachen nicht mehr essen sollen, achten sie aber auf die Häufigkeit und die Menge und sorgen sie für einen gesunden Ausgleich zwischen Kalzium liefernden Nahrungsmitteln und jenen, die dem Körper Kalzium entziehen können.

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18. September 2017

Mit Schwangerschaftsgymnastik – gut auf die Geburt vorbereitet

Mit Schwangerschaftsgymnastik – gut auf die Geburt vorbereitet

Dein Bauch ist schwer, dein Nacken verspannt, der Rücken tut weh. Schwangerschaftsgymnastik ist jetzt genau das Richtige für dich. Auch wenn du eigentlich am liebsten gar nicht an Bewegung denken möchtest: Es ist alles halb so wild – und tut wirklich gut. Spezielle Übungen verbinden natürliche Bewegungsabläufe mit aktiven Dehnungen. Verspannungen werden so gelöst und Schmerzen gezielt entgegen gewirkt. Gleichzeitig kräftigst du deine Muskeln, bringst deinen Kreislauf sanft in Schwung und bereitest dich auf die Geburt vor.

Warum Schwangerschaftsgymnastik?

Schwangerschaftsgymnastik

 

Bewegung ist grundsätzlich sehr gut in der Schwangerschaft und die meisten Sportarten sind – in Maßen – auch mit Babybauch erlaubt. Wenn der aber zunehmend dicker und schwerer wird, macht es immer weniger Freude, die Jogging-Schuhe anzuziehen. Jetzt ist Schwangerschaftsgymnastik ideal, denn die Übungen sind speziell auf die Bedürfnisse werdender Mamas abgestimmt. Im Vordergrund stehen das Lösen von schmerzhaften Verspannungen, die sanfte Kräftigung defizitärer Muskulatur – und dein körperliches und seelisches Wohlbefinden.

Dein Körper verändert sich im Laufe der Schwangerschaft enorm. Das führt fast notwendigerweise zu Fehlhaltungen. Das hat wiederum Verspannungen zur Folge hat, die sehr schmerzhaft sein können. Eine klassische Schwachstelle ist der Rücken. Das Gewicht deines Bauches zieht einseitig nach vorne. Um es auszugleichen, gehst du automatisch ins Hohlkreuz. Und schon sind die Rückenmuskeln verspannt und die Rückenschmerzen da. Durch Schwangerschaftsgymnastik wirkst du diesen Verspannungen sanft entgegen. Vorbeugen kannst du auch durch eine gezielte Kräftigung der Rücken- und vor allem der tiefliegenden Rumpfmuskulatur, zum Beispiel durch Pilates in der Schwangerschaft.

Auch das Herz-Kreislauf-System leistet Schwerstarbeit, denn es muss anderthalb bis zwei Liter mehr Blut durch deinen Körper pumpen. Mit leichtem Kardiotraining im Rahmen der Schwangerschaftsgymnastik unterstützt du dein Herz-Kreislauf-System. Gleichzeitig tust du etwas für deinen Blutdruck. Der ist nämlich in der Schwangerschaft oft niedriger als gewohnt, weshalb viele angehende Mamas sich schlapp und müde fühlen.

Was muss ich bei Schwangerschaftsgymnastik beachten?

Schwangerschaftsgymnastik unterscheidet sich von herkömmlicher Gymnastik vor allem dadurch, dass du hier neben allgemeiner Kräftigung und Entspannung die wesentlich an der Geburt beteiligten Muskelgruppen gezielt vorbereitest: Bauchmuskeln, Beckenmuskeln und Beckenboden. So trainierst du zum Beispiel in den letzten Monaten deine geraden Bauchmuskeln nicht mehr, dafür aber die seitlichen, denn dadurch entlastest du deinen Rücken. Du kräftigst einerseits deinen Beckenboden, um die Rückbildung nach der Schwangerschaft zu erleichtern, und lernst gleichzeitig durch spezielle Übungen als Vorbereitung auf die Geburt deine Beckenbodenmuskeln bewusst zu bewegen und zu entspannen.

Für Schwangerschaftsgymnastik gilt wie für jedes Training: Mehreren kürzere Einheiten sind besser als einmal wöchentlich alles geben. Du kannst dein Programm auch gut zu Hause durchführen, denn du brauchst nur eine Matte oder Decke und gegebenenfalls einen Gymnastikball oder leichte Gewichte. Der Vorteil vom Heimtraining ist, dass du mit weniger Zeitaufwand öfter und dadurch nachhaltiger trainieren kannst. Ideal ist dreimal in der Woche für 20-30 Minuten.




Wichtig: Führe die Übungen immer langsam und kontrolliert aus. So sind sie effektiver und das Risiko einer Zerrung geringer. Achte genau auf deinen Körper, trainiere nur soviel, wie dir angenehm ist und halte regelmäßig Rücksprache mit deinem Arzt. Wenn der dir das OK gibt, kannst du dich mit Schwangerschaftsgymnastik – wie auch mit Pilates in der Schwangerschaft und Yoga in der Schwangerschaft – problemlos bis zur Geburt fit halten.

Mit Schwangerschaftsgymnastik

  • löst du Verspannungen
  • wirkst du Schmerzen gezielt entgegen
  • kräftigst du deine Muskeln
  • bringst du deinen Kreislauf sanft in Schwung
  • bereitest du dich auf die Geburt vor
  • fühlst du dich wohl

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18. September 2017

Jod in der Schwangerschaft

Jod in der Schwangerschaft

Jod ist ein essentielles Spurenelement, das für viele wichtige Stoffwechselprozesse im Körper benötigt wird. Der Körper kann es nicht selbst produzieren und muss deshalb täglich mit der Nahrung aufgenommen werden. Jod in der Schwangerschaft ist besonders bei der geistigen und körperlichen Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung.

Welche Aufgaben hat Jod im Körper?

Jod ist ein lebenswichtiger Mikronährstoff  und wird hauptsächlich für Funktion der Schilddrüse benötigt, wo etwa 80% des Spurenelements verbraucht werden. Wenn wir es über die Nahrung aufgenommen haben, gelangt es über den Magen- Darm-Trakt ins Blut und wird weiter zur Schilddrüse transportiert. Dort wird es gespeichert und zur Bildung von Schilddrüsenhormonen verwendet.

Die Schilddrüsenhormone und somit auch das Jod, sind auch an weiteren verschiedenen Stoffwechselprozessen beteiligt. Sie regeln beispielsweise die Verdauung, Körpertemperatur, Konzentrationsfähigkeit, Blutdruck, Kreislauf, sowie die Funktion des Immunsystems und die Fruchtbarkeit.

 

Wie viel Jod in der Schwangerschaft wird benötigt?

Der tägliche Bedarf an Jod für einen normalen Erwachsenen liegt etwa bei 200 Mikrogramm pro Tag. Während der Schwangerschaft steigt der Bedarf jedoch an, vor allem weil das mütterliche Schilddrüsenhormon Thyroxin in einem hohen Maß mitverantwortlich bei der Zellteilung ist. Es steuert das Wachstum der Knochen und die Gehirnentwicklung des Embryos. Aus diesem Grund werden fast 50% mehr Schilddrüsenhormone produziert und der Bedarf an Jod steigt um 15% an auf 230 Mikrogramm pro Tag an. Ab der 10-12 SSW startet auch die Schilddrüse des Ungeborenen mit der Hormonproduktion. Während der Schwangerschaft werden die Jodreserven stark beansprucht, wer also das Kind plant, dem ist zu raten auch vor der Schwangerschaft den Jodspeicher schon aufzufüllen.

In den ersten drei Monaten, sind viele Schwangere von Übelkeit und Erbrechen betroffen und verlieren dadurch eine nicht unbedeutende Menge an Jod. Ist das der Fall, sollte man dringend seinen Jodverbrauch im Auge behalten. Bei schon bestehenden Schilddrüsenproblemen empfiehlt es sich, die Jodeinnahme mit dem Frauenarzt und einem zusätzlichen Spezialisten abzuklären, um eine reibungslose Schwangerschaft zu garantieren.

Wie kann sich Jodmangel in der Schwangerschaft äußern?

Jod in der Schwangerschaft

Jodmangel kann in schlimmen Fällen zu körperlichen und geistigen Entwicklungsstörungen beim Baby führen, da die Schilddrüsenhormone maßgeblich an der Gehirnentwicklung des Ungeborenen beteiligt sind. Auch schon geringer Jodmangel kann später  ein Intelligenzdefizit beim Kind zur Folge haben.

Bei der Mutter kann ein andauernder Jodmangel zur Bildung eines sogenannten „Kropfes“ führen. Hierbei vergrößert sich die Schilddrüse, womit der Körper versucht mehr Jod aus der Blutbahn zu bekommen, um den Mangel auszugleichen. Die Bildung eines Kropfes kann unproblematisch verlaufen, in vielen Fällen jedoch führt es zu Schluckbeschwerden, Atemnot oder langfristig sogar zu einer Überfunktion der Schilddrüse.

Mit welchen Lebensmitteln kann man den Jodbedarf unterstützen?

Oft reicht es nicht aus, den Jodbedarf in der Schwangerschaft nur über die Nahrungsmittel abzudecken. In vielen Kombi-Vitaminpräparaten für Schwangere  ist ebenfalls schon Jod beigefügt. Trotz allem ist es wichtig, jodhaltige Lebensmittel auf den Speiseplan zu setzten, egal ob schwanger oder nicht.

Hier sind einige Lebensmittel, die einen hohen Jodanteil enthalten:

Salz: Leider sind gerade in Deutschland die Ackerböden sehr jodarm. Normales Speisesalz wird hierzulande oft jodiert, um eine Minimalversorgung mit diesem Spurenelement über die Nahrung zu gewährleisten. Salzwasser, und somit auch Meersalz, sind durch die Waschung aus Gesteinsschichten von Natur aus jodhaltig.

Fisch: Wie schon erwähnt, enthält Meerwasser Jod, folglich auch die Fische und Pflanzen die darin leben. Nicht nur Seefische, auch Algen, Garnelen und Muscheln enthalten relativ viel Jod. Denken sie aber daran, dass nicht alle Fischarten bzw. Zubereitungsarten in der Schwangerschaft erlaubt sind und einige Fische (vor allem Zuchtfische) eine hohe Pestizid- und Umweltbelastung aufweisen. Zwei bis drei Fischmahlzeiten in der Woche können aber helfen den Jodhaushalt zu regulieren. Es gilt jedoch- Augen auf beim Fischkauf.




Eier und Milchprodukte: Der Jodgehalt dieser Lebensmittel, hängt stark davon ab, ob in den Futtermitteln der Tiere Jod enthalten ist. Wenn die Tiere fast ausschließlich mit Pflanzen gefüttert werden, welche kein Jod für ihr Wachstum benötigen, ist auch im Endprodukt dieses Tieres meist wenig Jod enthalten. Viele Viehbetriebe versetzten mittlerweile ihr Futter jedoch mit Jod, natürlich nach strengen Auflagen.In manchen Bäckereien lohnt es sich nachzufragen, ob die Backwaren mit jodiertem Speisesalz zubereitet werden.

Generell wird aufgrund des hohen Jodbedarfes in der Schwangerschaft, die Einnahme von Nahrungsergänzungstabletten empfohlen um die Jodreserven stabil zu halten und eine optimale Versorgung von Mutter und Kind in der Schwangerschaft zu gewährleisten.

Kleiner Tipp: Auch in der Stillzeit braucht die Mutter viel Jod für die Produktion der Muttermilch. Achten sie also auch nach der Geburt noch auf eine ausreichende Versorgung!

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18. September 2017

Flüssigkeitsbedarf in der Schwangerschaft

Flüssigkeitsbedarf in der Schwangerschaft

Man könnte denken, dass das Thema Flüssigkeitsbedarf in der Schwangerschaft schnell abgehandelt ist. Was soll man auch schon großartig beachten, außer das man genügend trinkt? Ganz so einfach ist es dann doch nicht und es gibt einige wichtige Tipps, die werdende Mütter berücksichtigen sollten- was genau und wie viel man trinken sollte, welche Getränke Beschwerden hervorrufen oder sogar lindern können.

Warum ausreichend Flüssigkeit so wichtig ist in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft, hat man einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf, was daran liegt, dass auch das Kind zusätzlich Flüssigkeit benötigt für den eigenen Kreislauf, den Nährstofftransport und viele wichtige Stoffwechselprozesse. Das Blutvolumen im Körper der Mutter erhöht sich, ebenso wie der Wasserumsatz im gesamten Stoffwechsel. Wenn sich folglich also die Menge an Flüssigkeit im eigenen Körper erhöht, kann das ein Missverhältnis des Elektrolytehaushaltes zur Folge haben. Um dies zu vermeiden, müssen in der Zeit mehr Mineralien über die Nahrung und durch das Trinken aufgenommen werden.

Es kann Konsequenzen mit sich bringen, wenn man zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt während der Schwangerschaft. Das ist nicht immer allen Müttern bewusst. Ein Mangel kann sich sowohl Psychisch als auch physisch bemerkbar machen. Man wird nervös und leicht reizbar, neigt öfter zu Verstopfungen und fördert auch nicht das Wohlbefinden des Embryos.

Der zusätzliche Flüssigkeitsbedarf in der Schwangerschaft steigt in etwa genauso an, wie der Energiebedarf. Im Durchschnitt steigt er ca. um 300 ml an, vor allem im letzten Trimester, wo das Kind deutlich an Größe zunimmt. Man sollte mindestens 1,5-2 Liter am Tag trinken, besser ist aber etwas mehr.

Wie schaff ich die empfohlene Menge an Flüssigkeit?

Flüssigkeitsbedarf in der Schwangerschaft

Manchen Menschen fällt das trinken nicht schwer, andere hingegen haben Mühe auf das empfohlene Pensum zu kommen. Vielen Müttern hängt das Wasser trinken irgendwann zum Halse heraus, und auf viele seiner Lieblingsgetränke muss man leider sowieso verzichten. Eine gute Alternative sind hier Kräuter-oder Früchtetees und verdünnte Fruchtsäfte für den Geschmack. In einigen Bioläden und Apotheken gibt es auch spezielle Schwangerschaftstees zu kaufen, die auf die Bedürfnisse  von Mutter und Kind abgestimmt sind. Probieren sie aus, was ihnen am besten schmeckt. Den Flüssigkeitsbedarf in der Schwangerschaft zu decken fällt nicht allen leicht. Einigen Schwangeren fällt es leichter größere Flüssigkeitsmengen zwischen den Mahlzeiten zu sich zu nehmen, andere wiederum trinken gerne zu den Mahlzeiten 2-3 Gläser. Ein Getränk sollte immer bereit stehen und auch wenn sie länger unterwegs sind, denken sie daran etwas zu trinken einzustecken.

Die richtigen Getränke und wovon man besser die Finger lässt

Mineralwasser

Das wichtigste Getränk ist Mineralwasser, allerdings ist Wasser nicht gleich Wasser. Leitungswasser von guter Qualität ist zwar in Ordnung, enthält aber kaum die benötigten Mineralstoffe. Nicht umsonst hat „Mineralwasser“ seinen Namen. Der Mineralstoffgehalt im gekauften Wasser kann verschieden sein, und lässt sich den unterschiedlichen Bedürfnissen der Schwangeren anpassen. Natriumhaltiges Wasser kann sich z.B. den Salzhaushalt positiv beeinflussen mit einer Ausnahme- Bluthochdruck. Schwangere mit Bluthochdruck sollten zu natriumarmen Wasser greifen (<20mg/l)  und auf sehr salzhaltige Speisen verzichten, da es den Bluthochdruck noch verstärken kann. Kalziumhaltiges Mineralwasser ist sehr gut für den Knochenbau des Babys und sollte bei mindestens 200mg pro Liter liegen. Studieren sie beim Einkauf also ruhig auch mal das Etikett von Wasserflaschen. Nimmt man vor allem magnesiumreiches Wasser sich, unterstützt es die Muskelfunktion und wirkt sich  vorbeugend gegen Muskelkrämpfe aus. Zusätzlich ist dieses Mineral enorm wichtig für viele Stoffwechselprozesse im Körper. Stilles Wasser sollte bevorzugt werden, da Kohlensäure das häufig vorhandene Sodbrennen noch verstärkt.

Tees und Kaffee

Einige Kräutertees stehen unter Verdacht, schädliche Substanzen wie PAS (Pyrrolizidikaloide) zu enthalten. Achten sie also auf die Qualität dieser Tees und wechseln sie die Sorten regelmäßig ab. Mehr als 200 ml am Tag sollte man davon nicht konsumieren. Früchtetees enthalten diese Substanz nicht und können bedenkenlos getrunken werden. Von Tees die Süßholzwurzel enthalten (auch in Lakritz), ist es besser nicht mehr als 2 Tassen am Tag zu trinken, da sie im Verdacht steht vorzeitig Wehen auszulösen. Schwarztee enthält Koffein und Theobromin, was zwar nicht schädlich im eigentlichen Sinne ist, aber dieselbe  anregende Wirkungen auf Herz und Kreislauf beim Kind haben, wie bei der Mutter. Es wird dringend empfohlen den Konsum einzuschränken auf 1-2 Tassen am Tag. Gleiches gilt auch für Kaffee, was den Kaffeejunkies unter ihnen wohl gerade am Anfang schwer fallen wird. Wird Koffein in zu hohen Mengen konsumiert, kann es sich nachteilig auf das Wachstum und somit auf das Geburtsgewicht des Babys, als auch auf die Schwangerschaftssauer  auswirken! Das heißt auch Finger weg von Energiedrinks mit sehr hohem Koffeingehalt. Diese Getränke enthalten meistens auch noch weitere unerforschte und ungesunde Stoffe, die mit Risiken einhergehen können.

Chininhaltige Getränke

Experten sagen, dass das in z.B. Bitter Lemon und Tonis Water enthaltende Chinin gesundheitsschädlich für das Ungeborene ist. Deswegen sollten sie darauf während der Schwangerschaft besser verzichten.

Limonade und Erfrischungsgetränke

Solange man sich bewusst macht, dass Limonaden eine Menge Zucker und leere Kalorien enthalten, ist einem maßvollen Genuss nichts entgegen zu setzten. Bei Coca Cola, ist natürlich auf den Koffeingehalt zu achten.

Bei dem Flüssigkeitsbedarf in der Schwangerschaft versteht sich ein kompletter Verzicht auf alkoholische Getränke von selbst. Die Auswirkungen von Alkohol auf den Fötus sind weitreichend bekannt!




Grundsätzlich ist es am gesündesten, kalorienfreie oder-arme Getränke wie stilles Mineralwasser, Früchtetees und Saftschorlen zu trinken. Als morgendlicher Muntermacher sind 2 Tassen Kaffee, Grün- oder Schwarztee noch vertretbar, achten sie aber ihrem Kind zuliebe auf die Koffeinmengen.

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18. September 2017

Rückbildungsgymnastik

Mit Rückbildungsgymnastik wieder in Form

Dein Baby ist da – der Bauch aber leider auch noch. Jetzt ist Rückbildungsgymnastik angesagt, um deinen Körper wieder in Form zu bringen. Mit speziellen Übungen trainierst du gezielt die Muskelgruppen, die während Schwangerschaft und Geburt besonders beansprucht worden sind: Beckenmuskeln, Beckenboden und Bauch. Gleichzeitig kräftigst du Schultern, Rücken und Arme. Du brauchst ein bisschen Geduld, aber mit konsequentem Training wird dein Bauch wieder flach und straff und dein Beckenboden so fest wie früher.

Warum Rückbildungsgymnastik?

Dein Körper hat sich während der Schwangerschaft komplett verändert. Durch die Schwangerschaftshormone sind alle Gewebe weicher und elastischer geworden. Muskeln, Sehnen und Bänder, die durch die starke Dehnung beansprucht worden sind, müssen nach der Schwangerschaft wieder in ihre ursprüngliche Form zurück. Das schafft dein Körper bis zu einem gewissen Grad selbst. Den natürlichen Regenerationsprozess kannst du durch Rückbildungsgymnastik aber super unterstützen.

Im Zentrum der Rückbildungsgymnastik steht deine Beckenbodenmuskulatur. Der Beckenboden schließt dein Becken nach unten ab. Er musste während der Schwangerschaft das ganze zusätzliche Gewicht deiner Gebärmutter tragen und gleichzeitig bei der Geburt so elastisch sein, dass du dein Baby natürlich auf die Welt bringen konntest. Entsprechend strapaziert ist er jetzt.

Aber auch die überdehnten Bauchmuskeln müssen wieder gefestigt und verkürzt werden. Die Kräftigung der verschiedenen Muskelgruppen ist sehr wichtig, damit sie ihre Stütz- und Haltefunktion schnell wieder erfüllen können und Spätfolgen und Komplikationen nach der Schwangerschaft verhindert werden. Das erreichst du am besten mit konsequenter Rückbildungsgymnastik.

Was muss ich bei der Rückbildungsgymnastik beachten?

Rückbildungsgymnastik

Grundsätzlich solltest du nicht zu früh mit Rückbildungsgymnastik oder anderem Training beginnen. Ärzte und Hebammen empfehlen, nach einer vaginalen Geburt sechs Wochen zu warten. Hast du dein Baby mit Kaiserschnitt zur Welt gebraucht, sollten es acht bis zehn Wochen sein. Wann individuell für dich der richtige Zeitpunkt für Rückbildungsgymnastik ist, hängt aber auch davon ab, wie viel Sport du vorher getrieben hast. Ideal ist übrigens, wenn du deinen Beckenboden schon vor der Geburt trainierst, zum Beispiel mit Pilates in der Schwangerschaft. Ein starker Beckenboden regeneriert sich sehr viel schneller.

Mit leichter Beckenbodengymnastik und sanftem Training der seitlichen Bauchmuskeln kannst du gleich nach der Geburt während des Wochenbetts anfangen. Achte auf jeden Fall darauf, dass du deine geraden Bauchmuskeln noch nicht belastet. Du solltest dich zum Beispiel auch beim Aufstehen aus dem Bett immer erst auf die Seite drehen. Während der Schwangerschaft haben sich die beiden geraden Bauchmuskelstränge auseinander geschoben. Diese „Rektusdiastase“ muss sich erst wieder zurückbilden, bevor du die Muskeln im Rahmen der Rückbildungsgymnastik wieder trainieren darfst. Deine Hebamme kann dir sagen, inwieweit das bereits passiert ist und welche Übungen schon erlaubt sind.

In einem Rückbildungskurs lernst du, wie du die verschiedenen Übungen ausführen und worauf du dabei achten musst. Trainieren kannst und sollst du aber auch für dich. Der große Vorteil an der Rückbildungsgymnastik zu Hause ist, dass du alles in deinem Tempo angehen und dein Trainingsprogramm so in deinen Tag einbauen kannst, wie es gerade passt. Was außerdem toll ist: Dein Baby kannst so als Trainingspartner immer direkt dabei sein.




Wichtig: Rückbildung funktioniert nicht im Marathon-Modus. Du trainierst viel effektiver täglich 15 Minuten als einmal in der Woche zwei Stunden. Setz dich nicht unter Druck. Denk immer daran: Schwangerschaft und Geburt waren eine gewaltige Leistung für deinen Körper. Gönn dir die Zeit, die du jetzt brauchst. Und genieße sie.

Mit Rückbildungsgymnastik

  • bringst du deinen Körper wieder in Form
  • trainierst du Beckenmuskeln, Beckenboden und Bauch
  • kräftigst du gleichzeitig Schultern, Rücken und Arme
  • unterstützt du die natürliche Regeneration deines Körpers
  • beugst du Spätfolgen und Komplikationen vor

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18. September 2017

Folsäure in der Schwangerschaft

Folsäure in der Schwangerschaft

Warum die Folsäure in der Schwangerschaft so wichtig ist. Eines der ersten Dinge, die dir der Frauenarzt empfehlen wird wenn du schwanger bist, ist die Nahrungsergänzung mit Folsäure. Warum ist Folsäure so wichtig während der Schwangerschaft und auch danach, wieviel  ist ausreichend und wie wirkt es sich auf den Embryo aus? Im Folgenden Artikel werden wir einige Fragen beantworten und die wichtigsten Informationen zum Thema Folsäure zusammenfassen.

Was ist Folsäure eigentlich?

Folsäure gehört zur Gruppe der B- Vitamine und zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen. Der Körper kann es nicht selbst produzieren, es muss folglich durch die Nahrung zugeführt werden. Es wird sowohl für die Bildung von roten Blutkörperchen benötigt, als auch für die Bildung der Hormone Noradrenalin und Serotonin (wichtig für das Nervensystem). Darüber hinaus, ist Folsäure maßgeblich an der Zusammensetzung der DNA beteiligt und unterstützt außerdem viele Gehirnfunktionen. Dem Embryo hilft es, sein Neuralrohr (erste Entwicklungsstufe des Nervensystems) zu entwickeln und zu schließen. Auch für alle weiteren Wachstumsprozesse ihres Kindes ist das Vitamin unabkömmlich.

Statt Folsäure, hört man auch oft die Bezeichnung „Folat“. Folsäure und Folat sind sich zwar ähnlich, aber dennoch nicht identisch. Als Folat wird das natürlich vorkommende Vitamin bezeichnet, während Folsäure ist die synthetische Verbindung genannt wird. Der Darm kann Folsäure am besten ungebunden aufnehmen, in der Nahrung ist es jedoch immer an andere Verbindungen gekoppelt und der Körper verwendet nur einen Teil davon. In diesem Fall ist es also ausnahmsweise von Vorteil, die synthetische Folsäuretablette einzunehmen, da der Organismus das Vitamin so besser nutzen kann.

Folgen eines Folsäuremangels in der Schwangerschaft

Wird zu wenig Folsäure in der Schwangerschaft aufgenommen, kann es passieren, dass beim Embryo das oben schon erwähnte „Neuralrohr“ nicht richtig schließt. Dies bezeichnet man dann als einen Neuralrohrdefekt, auch offener Rücken genannt. Weitere Entwicklungsdefekte können Herzfehler, Harnwegsdefekte oder auch die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte sein. Sobald sie wissen, dass der Schwangerschaftstest positiv ist, fangen sie am besten sofort mit der Supplementierung an.

Typische Folgen:

  • Appetitlosigkeit
  • Blässe
  • depressive Verstimmung
  • Durchfall
  • Haarausfall
  • Konzentrationsstörungen
  • Reizbarkeit
  • Schleimhautentzündungen

Folsäure in der Schwangerschaft, wie viel wird benötigt?

Folsäure in der Schwangerschaft

Es ist schwer ausreichend Folsäure nur allein über die Nahrung aufzunehmen. Deshalb empfehlen die Ärzte/Frauenärzte zusätzlich ein Folsäure Präparat. Über die einzunehmende Menge sollten sie immer Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt halten, man empfiehlt aber zwischen 600-800 mg Folsäure im ersten Schwangerschaftsdrittel. Im zweiten Drittel braucht man theoretisch kein zusätzliches Präparat mehr, es schadet aber weder ihnen noch dem Kind, wenn sie es weiterhin zu sich nehmen.




Eine Überdosierung ist durch die Nahrungsaufnahme oder die vorgeschrieben Tabletten nicht möglich, denn es ist wasserlöslich und der überschüssige Teil wird mit dem Urin über die Nieren ausgeschieden. Eine langfristige Überdosierung (über 1000 mg täglich) ist allerdings wie bei vielen anderen Vitaminen nicht ratsam! Zu viel Folsäure kann z.B. einen Vitamin B-12- Mangel verdecken und die Gefäßwände schädigen.  Sollten sie unsicher sein, lassen sie sich von Ärzten, Apothekern oder Ernährungsberatern aufklären.

In welchen Lebensmitteln ist Folsäure zu finden?

Gute natürliche Folsäurelieferanten sind Blattgemüse jeglicher Art (wie Spinat, Salat usw.), Getreidekeime, Spargel, Brokkoli, Karotten, Tomaten, Rosen-und Grünkohl, Obst (z.B. Bananen, Orangen), Erbsen, Avocados, Nüsse, Kartoffeln, Eiern, Fisch und Fleisch. In manche Fruchtsäften oder Speisesalze wird ebenfalls zusätzlich Folsäure beigemischt, achten sie hier auf die Etikettierung.

Lebensmittel Portionsgröße in Gramm Gehalt pro Portion in Mikrogramm
Gemüse
Tomaten 100 45
Paprika, roh 100 60
Chinakohl 100 66
Kopfsalat 100 75
Blumenkohl 100 125
Feldsalat 100 145
Spinat 100 145
Rosenkohl 100 182
Grünkohl 100 187
Gurken 200 54
Hülsenfrüchte
Linsen 75 77
Bohnen 75 96
Sojabohnen, getrocknet 75 172,5
Getreideprodukte
Vollkornknäckebrot 50 44
Weizenvollkornbrot 175 44
Weizenbrötchen 175 63
Weizenkeime 30 (3 EL) 156
Haferflocken 100 85
Eier
60 (ein Ei) 40
Obst
Erdbeeren 100 65
Süßkirschen 100 75
Sauerkirschen 100 80

 

Hier ein kleiner Tipp: Folsäure ist Wasser-und lichtempfindlich. Waschen sie den Salat nicht zu lange. Zusätzlich vermindern lange Koch-und Lagerzeiten den Folsäuregehalt in Lebensmitteln. Versuchen sie auch Rohkost mit auf den Speiseplan zu setzten, soweit das möglich ist um ihren Folsäurebedarf abzudecken.

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